Erste österreichweite Pomolog:innenausbildung in Tirol

Erste österreichweite Pomolog:innenausbildung in Tirol

Ein ausgewähltes Team erfahrener Pomologen unter der Leitung von Manfred Putz, hat sich als Arbeitsgruppe der ARGE Streuobst zusammengeschlossen und ein neues Konzept für die künftige Ausbildung österreichischer Pomolog:innen auf die Beine gestellt. Bekannte Persönlichkeiten aus dem Gebiet, namentlich Andreas Spornberger (Universität für Bodenkultur Wien), Bernd Kajtna (Arche Noah), Thomas Rühmer (VZ Haidegg), Wolfgang Patzelt (HBLA Klosterneuburg), Heinz Gatscher (Tiroler Baumwärterverband), Klaus Strasser (OSOGO), Marianne Wartbichler (LK Salzburg) und Philipp Bodner (Eurac Research, Bozen) haben die fachlichen und organisatorischen Grundlagen erarbeitet.

Die ARGE Streuobst Österreich beschäftigt sich unter anderem auch mit Erhalt obstgenetischer Ressourcen. Daher war die österreichweite Pomologenausbildung ein breiter Wunsch unter den Mitgliedern. Der Grundgedanke war ein vom Bundesministerium anerkannte, zertifizierte Ausbildung. Die Gespräche dazu haben sich allerdings lange hingezogen und daher hat man sich für einen unabhängigen, eigenständigen Weg entschieden, um doch noch in diesem Jahr Pomolog:innen ausbilden zu können.

Heinz Gatscher Die Gruppe lernt die Variabilität einer Sorte (Kanadarenette) kennen.

Im Spätherbst 2023 startete der auf zwei Jahre angelegte Grundkurs der Pomolog:innenausbildung in Hall in Tirol. Unter der Leitung von erfahrenen Obstsortenkennern stiegen acht Interessent:innen mit obstbaulichen Vorkenntnissen in die breitgefächerte Materie ein. Die Grundkenntnisse zu Biologie und Herkunft des Kernobstes vermittelte Thomas Rühmer von der Steirischen Versuchsanstalt Haidegg. An den vier verbliebenen Tagen begleiteten die langjährigen Pomologen Bernd Kajtna (Arche Noah), Heinz Gatscher (Baumwärterverband Tirol) und Philipp Bodner (Eurac Research, Bozen) das motivierte Team.

Viele praktische Übungen, wie Verkostungen, Schnittübungen an den Fruchtproben, Fotografieren, Datenbanknutzung und Kochversuche standen am Stundenplan. Im Sommer und Herbst 2024 steht dann an den weiteren fünf Kurstagen die vertiefte Sortenkunde im Vordergrund, wobei der Kurs auf die reichhaltige Sortensammlung (Genbank Obst) in der HBLA Klosterneuburg zurückgreifen darf.

Heinz Gatscher Die Teilnehmer von links nach rechts: Stefan Tschiggerl (St), Alexander Diethard (S), Silja Horak (S), Marisa Gebhard (NÖ), DI Bernd Kajtna (NÖ), Dr. Peter Schmid (T), Ines Bauer (T), Karl Zwickl (NÖ), Johann Schiestl (T).

Die Teilnehmer sind sehr froh, dass nach mehreren Jahren endlich wieder eine vertiefte Ausbildung stattfindet und reisten aus der Steiermark, Niederösterreich, Tirol und Salzburg an. Sehr positiv wurde das einheitliche österreichische Konzept angenommen. Nach dem Grundkurs sind weitere Schwerpunktthemen wie Birnen- und Steinobstsortenkunde angedacht, denn ausgelernt hat man als Pomolog:in nie!

Mag. Silja Horak

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