Kompetenzzentrum für Streuobstwiesen im Lallinger Winkel

Kompetenzzentrum für Streuobstwiesen im Lallinger Winkel

(Hans Hartl)

Im Lallinger Winkel im Bayerischen Wald soll ein Kompetenzzentrum für Streuobstwiesen entstehen.

Die traditionsreiche Streuobstwiesenbewirtschaftung im Lallinger Winkel im Kreis Deggendorf soll für die Zukunft aufgestellt werden. In einem Kooperationsprojekt entsteht dort ein Kompetenzzentrum für Streuobstwiesen. Bei Projekten sollen verschiedene Stellen Forschungsmittel bewerben und generell ihr Wissen austauschen.

Gemeinden, Hochschule und Unternehmen beteiligt

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Bei dem Kompetenzzentrum handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Gemeinden Lalling, Schaufling, Grattersdorf und Hunding – alle im Landkreis Deggendorf – sowie örtlicher Unternehmen. Bei der Auftaktveranstaltung gab Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) bekannt, dass der Freistaat dafür rund 40.000 Euro zur Verfügung stellt. Sibler betonte, das Streuobstwiesenkompetenzzentrum bringe Beteiligte unterschiedlicher Einrichtungen zusammen. „Die Streuobstbauern sorgen mit ihrer Arbeit für ein Öko-System im Gleichgewicht. Qualität aus der Region steht hier klar vor Quantität“, so Sibler.

Streuobstbewirtschaftung für die Zukunft

Die beteiligten Gemeinden, der Landkreis Deggendorf sowie die IG Bio-zertifiziertes Streuobst Lallinger Winkel, die Arbeitsgemeinschaft Lallinger Streuobst und die Hundinger Goldbergbauern werden laut Ministerium bei Projekten zusammenarbeiten. Die Hochschule soll dabei die wissenschaftliche Begleitung übernehmen. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Einrichtung mit jeweils rund 20.600 Euro in diesem und im nächsten Jahr. Finanziert wird damit unter anderem ein Projektmitarbeiter an der Hochschule.

Die „Obstschüssel des Bayerischen Waldes“

Die Gemeinden Schaufling, Lalling, Hunding bilden den Lallinger Winkel, die Gemeinde Grattersdorf grenzt unmittelbar an ihn an. Das milde Klima in dem Talkessel begünstigt den Obstanbau. Die Gegend wird daher auch als „Obstschüssel des Bayerischen Waldes“ bezeichnet. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf verfügt laut Ministerium mit ihrer Schwerpunktsetzung auf die Themen Natur, Ernährung und Umwelt über ein bayernweit einmaliges „grünes“ Profil und damit über umfassende Kompetenz, um das Projekt wissenschaftlich zu begleiten.

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